12. März 2020 ✦ by Ulrike

Lesezeit: 10 Minuten

Ich hasse meinen Körper

3 kraftvolle Rituale, die deinen verhassten Körper in einen charismatischen Sextempel verwandeln

Dass du das hier liest, ist kein Zufall. Dir geht es, wie es mir über Jahrzehnte ging. In meinem Kopf gab es nur einen Satz: »Ich hasse meinen Körper«.

Damals hatte mir ein Mädel, das 2 Klassen über mir war, an der Badeanstalt gesagt: »Arschwackeln ist erst ab 18.« und mir dreckig hinterher gelacht.

Ich trug eine Zahnspange, weil ich einen schrecklichen Überbiss hatte. Meine Haare hingen in fettigen Strähnen herunter. Ich hatte diese für Mädchen in dem Alter typischen viel zu langen Glieder und viel zu großen Füße. 

Dann hatten sich meine Eltern getrennt. Wir zogen in eine Wohngegend mit Kids, die ich zwar aus dem Kindergarten kannte, die aber deswegen noch längst nicht meine Freunde waren.

Ich lud sie mit selbstgemachten Karten zu meinem Geburtstag ein. Sie schmissen die wunderschönen Karten in die nächst bessere Pfütze und verspotteten mich.

Ich fing an, die Ursachen von all dem in meinem hässlichen Körper zu suchen. Mein Schicksal war besiegelt.

Manchmal schaffen es diese Erinnerungen heute noch, meine Grundfeste gehörig zu erschüttern.

Doch dank der folgenden 3 Rituale habe ich gelernt, den Hass auf meinen Körper in positive, sexuelle Energie umzuwandeln. 

Wie du den Hass auf den eigenen Körper in Selbstliebe verwandeln kannst

Ich hasste alles an meinem Körper: meine kleinen Brüste, meinen riesigen Hintern, meine Zähne, meine große Nase, meine viel zu kräftigen Oberschenkel u.s.w..

Jeder Blick in den Spiegel offenbarte mir neue Makel, die mir ganz klar bewiesen: »Ich bin hässlich. So, wie ich aussehe, bin ich es nicht wert, geliebt zu werden.«.

Du denkst jetzt, »Hör doch einfach auf damit.«? Tja, so einfach war es nicht, denn ich war schier süchtig danach, mir diese schlechten Gefühle zu machen.

Damit nicht genug: Es ging sogar soweit, dass ich die Sätze, die ich mir schlecht einredete, meinem Freund in den Mund legte. Natürlich hab ich ihn dann dafür beschuldigt, um dem Teufelskreis die Krone aufzusetzen.

Wir trennten uns - ich fühlte mich noch schlechter.

Die Trennung hatte auch etwas Gutes: Es kam Zeit in mein Leben und Langeweile machte sich breit.

Ich fing an Sport zu treiben und verschiedene Gewohnheiten in festen Abfolgen in meinem Lebensalltag zu manifestieren.

Das verlieh meinem Alltag Struktur und half mir dabei Tage, Wochen und ganze Jahre in ein geregeltes System zu unterteilen.

Diese Gewohnheitsabfolgen waren unglaublich wichtig für mich, denn so lernte ich in jeder einzelnen Zeiteinheit, wie gut ich und mein Leben eigentlich waren.

Bis heute geben mir meine Rituale ein Gefühl von Macht und Sicherheit: Sie sind immer gleich, ich kann sie kontrollieren und ich habe sie fest im Griff.

Diese Ankerpunkte bestehen auch dann, wenn der Stress in Job und Alltag oder der Blick in den Spiegel mal wieder alles zu erdrücken scheint.

Altbekanntes ist eben nicht schlecht, sondern meine Basis, an der ich mich immer wieder ausrichten kann.

Und wenn die am Ende dann noch ein richtig geiles Selbstwertgefühl hinterlässt, dann ist der Weg zur Sexgöttin nicht mehr weit.

Das Morgenritual: Lieferant für Glückshormone und Basis für einen geilen Tag​

In den meisten Haushalten ist der Morgen eine besonders stressige Phase des Tages:

  • wenig Zeit,
  • viel zu erledigen,
  • die Müdigkeit steckt noch in den Knochen
  • und die Motivation ist am Tiefpunkt.

Mein Morgen läuft mittlerweile so ab: Ich stehe extra früh auf, damit ich in Ruhe meinen Kaffee im Bett trinken kann und genügend Zeit habe, wach zu werden.

Mittlerweile übrigens, weil A auch ich einen langen Weg hier hin gegangen bin und B, weil ich mein Morgenritual von Zeit zu Zeit weiterentwickle und es meinem aktuellen Leben anpasse.

Ich trinke also meinen Kaffee - im Bett und slowly, slowly.

Dann schleiche ich unter die heiße Dusch und peele meinen ganzen Körper mit Wascherde.

Die ist nachhaltig und mit ein paar Tropfen meines liebsten Grapefruit-Öls rieche ich danach phantastisch.

Dann dusche ich meinen gesamten Körper kalt - mindestens eine Minute. Das macht mich so richtig wach und schenkt mir jeden Morgen das Gefühl schon etwas Großes vollbracht zu haben.

Und nebenbei, hilft mir das gesund zu bleiben (Studie über kaltes Duschen und Gesundheit)

Danach creme ich meinen Körper mit Mandelöl ein, putze meine Zähne und trockene mein Haar.

Jetzt suche ich mir schöne Wohlfühlsachen aus meinem Schrank und räume alles auf.

Magic Cleaning  ist übrigens der Grund, warum der tägliche Blick in meinen Kleiderschrank mich zum Lächeln bringt.

Danach geht es mir so richtig gut.

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie ein wertschätzendes Morgenritual für dich aussehen könnte oder wie du dein Morgenritual gewinnbringend für dich ausweiten kannst?

Du kannst morgens ein wenig Sport treiben, ein Frühstück einplanen, spazieren gehen und die frische Luft genießen oder nach dem Aufwachen meditieren.

Wenn du jetzt Gedanken dazu hast, schreib sie dir doch am Besten gleich auf, damit sie nicht verloren gehen.

Wichtig ist, dass es 21 Tage braucht, um eine Gewohnheit zu etablieren.

Fang also klein an: Integriere eins nach dem anderen.

ich hasse meinen Körper nie mehr

Und ja, mit etwas Geduld, Wiederholungen und Disziplin wirst du bald erstaunt sein, wie gut du deinen Morgen für dich nutzen kannst.

Das klingt männlich und du bist eigentlich viel zu faul dazu? Tja, was soll ich dazu sagen? 

Von nichts kommt nichts. Und wenn du etwas verändern willst, dann braucht es eine Aktion von dir.

Das Umkehrungsritual: Den Hass auf deinen eigenen Körper umkehren

Für das Umkehrungsritual benötigst du ungefähr 30 Minuten deiner Zeit, einen Stift, einen Zettel, einen Spiegel und eine Uhr.

Stelle dir eine Stoppuhr auf 10 Minuten.

Schließe einmal kurz die Augen und komme einen Moment zur Ruhe. Jetzt geht es nur um dich. Du kannst dieses Mantra ein paar Male wiederholen: »Jetzt geht es nur um mich.«.

Öffne behutsam deine Augen, sieh dich im Spiegel an und notiere die Eigenschaften, die du an dir siehst.

Hast du unglaublich viel geschrieben und bist nach Ablauf der Zeit noch immer nicht am Ende?

Oder ist dir heute vielleicht nur eine Sache eingefallen?

Nicht schlimm - morgen hast du wieder Zeit, »dich aufzuschreiben«.

Jetzt aber zur Umkehrung: Schreibe jetzt jedes Attribut, dass du vermerkt hast in eine positive, ich-bezogene Formulierung um.

Vermeide dabei die Worte: nicht, aber und Problem.

Bei mir kamen da Sätze heraus, wie z.B.:

  • Mein Hintern ist fett. - Mein Glutaeus maximus (großer Gesäßmuskel) ist maxi. Er beeindruckt Männer und ist meine kräftige Basis für meinen gesunden Rücken.
  • Mein Gesicht ist voller Falten. - Die Falten in meinem Gesicht unterstreichen mein wunderschönes Lachen.
  • Hängende Schultern - Schultern zurück und raus mit der Titt ;))

Und ja verdammt, du darfst dabei Scherze mit dir selbst machen. Dich hört und sieht doch keiner.

Du kannst dir die Positives auch gern auf Post Its schreiben und deine gesamte Wohnung damit tapezieren: Hauptsache ist, du schreibst dir das irgendwo auf.

Was meinst du, wie viele von deinen ganzen »schlechten Attributen« übrig bleiben, wenn du das Umkehrritual für die nächsten Tage oder Wochen fest in deinen Alltag integrierst?

Du wirst von Tag zu Tag weniger Zeit für das Ritual benötigen und ich gebe dir Brief und Siegel, dass dein Körperhass mit jedem Tag etwas mehr verschwindet.

Das Tempelritual: Wie aus Körperhass dein charismatischer Sextempel wird​

Das Tempelritual wird ein Wendepunkt in deinem Leben sein. Es möchte gründlich vorbereitet werden, damit es besonders kraftvoll und lebensverändernd wirken kann. 

Denke einmal kurz darüber nach, wie viele Jahre du deinen Körper schon hasst und wie viele Jahre du deswegen gelitten hast: Mehr als 30 Jahre?

Ich empfehle dir das Tempelritual erst dann mit dir zu feiern, wenn du das Umkehrungsritual ungefähr 21 mal wiederholt hast.

Dein erster Schritt muss die manifestierte Gewohnheit, dich täglich selbst zu beweihräuchern sein: Mit allem, was da an und in dir ist, sonst können wir uns das Alles hier sparen. 

Und glaube mir, du wirst schon dadurch ein ganz neuer Mensch sein, obwohl du exactemente genau so aussiehst, wie vor dem Lesen dieser Schreibe hier.

Das  Tempelritual solltest du an dem für dich schönsten Zeitraum in deinem Menstruationszyklus feiern. Beginne die Umkehrungsrituale also mindestens 3 Wochen vorher, um dich am Ende so richtig zu belohnen. 

Schaffe dir deinen Safe Sex Space.

Wähle eine für dich angenehme Zeit und einen ruhigen Raum. Mache es dir mit Hilfe von Kerzen, Kissen, Räucherstäbchen, Musik u.s.w. gemütlich und sorge dafür, dass du nicht gestört wirst.

Ich hasse meinen Körper bald nicht mehr

Schalte die Heizung ein, denn nichts ist schlimmer als ölig zu frieren. 

Platziere folgende Helferlein:

Ein Stöfchen oder Fondue-Topf mit wohlriechendem, warmen Entspannungs-Öl

Eine Folie, die du unter eine Kuscheldecke legen kannst. Die Kuscheldecke sollte waschbar sein, denn die möchte nach der Nacht wegen eventueller Öl-Flecken mit Spülmittel gewaschen werden.

Deine liebsten Sex-Spielzeuge auf einem kleinen Alter

Und einen Spiegel, der so groß ist, wie du, wenn du davor sitzt.

Hier ist übrigens mein allerliebstes Musik-Set für solche Stunden, richtig langsamer und grooviger Elektro von Dr. Warte:Mal:

Du hast Alles bereit? Dann mache es dir vor dem Spiegel auf deiner weichen Kuscheldecke gemütlich. 

Es geht los :))

Deine Transformation​

Your body is your temple oder besser Sextempel und Alles ist schon in dir <3

Lenke deine Aufmerksamkeit auf eine Körperregion, z.B. deine Hände. 

Es ist Alles erlaubt:

  • Du kannst ein Dankbarkeitsgebet für sie sprechen,
  • Sie dir einmal ganz genau ansehen,
  • und ihnen die sinnlichsten Berührungen schenken, zu denen du fähig bist. 

Versuche mit jeder Berührung noch wertschätzender zu ihnen zu sein und lasse dir viel Zeit. 

Wertschätzender kann übrigens sehr sanft oder auch sehr grob sein. Wenn du z.B.auf SM stehst, kann es unglaublich geil sein, wenn du dir selbst eine knallst - ja, auf die Wange, in dein Gesicht und mit deiner eigenen Hand. 

Jede deiner Körperregionen darf fühlen, darf berührt werden und darf in deinem Lichtmeerneuronenfeuer zerfließen - ganz egal, wie das bei dir aussieht. 

Und wenn du dir dabei auch noch zusiehst, dich für dich dankend im Spiegel ansiehst und dir dich selbst liebend zulächelst, dann spielt es keine Rolle mehr, was du vor diesem Ritual warst. 

Jetzt bist du hier: deine ölige Haut schimmert im Kerzenschein und prickelnde Gänsehaut läuft dir wohlig über den Rücken. 

Das ist dein Leben, du bist dein Leben. 

Nicht mehr und nicht weniger.

In Liebe

Ulrike

Lesezeit: 10 Minuten


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