17. Oktober 2017 ✦ by Ulrike Kokolsky

Lesezeit: 3 Minuten

Trommele trollige Trommelmonster

Über Bewusstsein und Zukunftsvisionen.

Ein Freitagmorgen:

Heute fange ich sehr früh an zu arbeiten, weil ich am Nachmittag einen Workshop besuche.

Ich möchte lernen, wie ich eine Rahmentrommel bauen kann und bin super aufgeregt, weil ich immer sehr aufgeregt und vorfreudig bin, wenn Neues in mein Leben kommt.

Warum tust du das, fragten mich Viele. Ich antwortete, weil ich es einfach können möchte.

Lüge!

Das antworte ich immer, wenn ich keine Lust habe von meinem Umfeld in irgendeine blöde Schublade gesteckt zu werden.

Eigentlich wäre die Wahrheit gewesen, zu sagen:

Ich mache das, weil ich am eigenen Leib erfahren habe, welche Kraft in dieser Art zu trommeln stecken kann.

Und weil ich mich mit dieser Trommel gesehen habe im Traum.

Und weil ich einfach Lust habe mit dieser Art von Tönen auf Menschen zu wirken, beziehungsweise auf ihren Bewusstseinszustand und ihnen zu helfen.

Und die Wahrheit ist auch: Ich bin aufgeregt, weil ich eine klitzekleine Vorahnung habe, dass dieser Workshop mein Leben verändern wird.

Tja, das erzähle mal jemandem: die Menschen halten dich ja für total abgedreht.

Und genau dieses Gefühl, dieses Misstrauen, was ich sogar meinen besten Freunden gegenüber hatte, ließ mich sagen: Ich will es einfach nur können.

In meinem Artikel Stolzkopfiges Eselsohr (zum Artikel) stelle ich die Frage: Macht es mich glücklich, wenn ich Dinge mache, die ich nur deswegen mache, damit ich jemandem gefalle.

Meine Antwort: Nein, es macht mich nicht glücklich.

Und nun überwinde ich das und mache das, was mir gut tut und stehe eigentlich nicht dazu?

Warum nicht?

Warum gehe ich automatisch davon aus, dass die Menschen, denen ich vom Schamanischen - Trommelbau - Workshop erzähle, was weiß ich von mir denken?

Ist es immer noch die Angst, nicht ernst genommen zu werden?

Ist es immer noch dieses bescheuerte Angst - Muster, dass meine Liebsten sich von mir abwenden könnten, wenn ich die schön einfachen naturwissenschaftlichen Erklärungsmodelle verlasse und ganzheitlich Lösungen in anderen Lebensformen finde?

Ja, irgendwie ist es so.

Meine eigenen Schubladen, mein Misstrauen und eigentlich ein banaler Konflikt mit meinen Engsten von früher ist die Ursache für mein Misstrauen.

Und wozu führt es?

Genau: Ich kann zwar machen, was ich möchte, aber ich kann es nicht richtig genießen, wenn mich im Hinterkopf die Frage quält, was mein Umfeld darüber denken könnte.

Wie dämlich ist das denn...

Dämlich kommt im Übrigen von dem Wort damenhaft und ich stelle hier mal nicht die Frage, ob obiges Verhalten typisch weiblich ist - dämlich ist es dennoch - super dämlich und total bescheuert.

Die Lösung liegt auf jeden Fall in diesem alten Konflikt und solange ich das nicht klar bekomme und - ich nenne sie mal meine Engsten - und meinen Engsten nicht wirklich aufrichtig vergebe, werde ich, glaube ich, jedesmal wieder in dieses Muster verfallen. Das ist mein Weg.

Wie hast du diese Konflikte aufgelöst?

Gibt es bei dir auch Muster, die sich immer und immer wieder wiederholen?

Ich habe mich vorerst dazu entschieden, damit aufzuhören und stattdessen nur noch wahrheitsgemäß von meiner Motivation, meine eigene schamanische Rahmentrommel aus Kirschholz und Dammwild zu bauen, zu erzählen.

Klar kam mal ein "Ach Uli" aber ganz ehrlich: das fühlte sich so gut und so echt an und irgendwie war ich auf einmal echt selig und konnte das Ganze total genießen.

Und dann ging es los und ich war unglaublich glücklich 🙂

Ich und meine kleine neue Trommel - mein Schritt in eine neue Welt in neue Möglichkeiten.

Mein Schwur, immer wahr, klar und ehrlich zu sein - an aller erster Stelle zu mir selbst!

Lesezeit: 3 Minuten


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  • Es hat mich die längste Zeit bedrückt, mich zu schämen und deshalb nicht ehrlich zu sein. Es läuft darauf hinaus, dass ich meine Probleme bewältigen muss, wegen derer ich mich ja schäme. Ich arbeite also täglich an mir selbst und versuche all meine Handlungen möglichst schon vorher zu reflektieren. Zur Zeit arbeite ich an meinem Prokrastinationsverhalten. Was mir bei all dem wirklich geholfen hat, war ein für mich kostenloses Seminar zum Thema Embodiment. Das Seminar wurde über mehrere Tage an zwei Wochenenden durchgeführt und von meiner Uni in Zusammenarbeit mit der Helga-Bräuninger-Stiftung finanziert. Dort lernte ich Möglichkeiten kennen, unbewusste Bedürfnisse zu erkennen und zu überwinden. Es resonierte vor allem dadurch mit mir, dass es “Körper und Geist” verband. Dabei handelt es sich um eine Verbindung, die den Menschen für gewöhnlich gänzlich unbekannt ist und diesen Fakt halte ich für eine Art moderne Störung. Erfahrungen, die man früher gemacht hat, an denen man gewachsen ist, werden heute nicht mehr gemacht, weil wir in der Lage sind, Schwäche und Unwissen zu kompensieren. Aber genug davon. Ich kann jedem nur empfehlen, in allen Bereichen des Lebens an den Ursachen von Problemen zu arbeiten und nicht an ihren Symptomen. Kümmert man sich bei Problemen, die nicht von selbst verschwinden, nur um die Symptome, dann werden sie schlimmer.

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