18. Januar 2018 ✦ by Ulrike

Lesezeit: 3 Minuten

Was hast du, was ich nicht hab?

Vom Vergleichen um sich zu vergleichen.

"Ich bin ganz und gar bei mir" sage ich mir. "Ganz in meiner inneren Mitte."

Pff, denkste, denn das einzige, was da gerade in meinem Kopf ist, ist eher: Was hat sie, was ich nicht habe.

Warum kann ich nicht genau so einen wundervollen Körper, so großartige Ideen und so eine wundervolle Wirkung haben und damit auch noch so erfolgreich sein, wie sie?

Und schon bin ich mitten drinnen in meiner vernichtenden Neid-Schleife und gefangen in dem Ich-schau-nur-noch die-anderen-an-Dschungel.

Und anstatt mich darauf zu besinnen, was an mir besonders toll ist, mache ich genau so weiter:

Ich gehe durch die Straßen, schaue die Menschen an und denke: Hey, wie unfair. Ich will auch so einen wundervollen Menschen an meiner Seite haben oder was auch immer.

Oder, noch viel besser: ich fange an, den anderen schlecht zu reden: Ja richtig gute Idee, aber wenn du deine Assistentin nicht gehabt hättest, die die komplette Vorarbeit geleistet hat, dann wärst du jetzt nicht hier!

Und anstatt sich danach gut zu fühlen, wird der einst mal kleine, innere Kritiker immer größer, stärker und lauter.

Eigentlich sollte der, als wir Kinder waren, dafür sorgen, dass wir uns nicht in Gefahren begeben und das hat auch gut funktioniert, aber dann raubte er mir nur noch Energie und erreichte ganz wunderbar, dass ich mich besonders mies fühlte.

Was habe ich gemacht, dass das anders geworden ist.

Zu aller erst hab ich mir meinen Kritiker sehr genau angesehen und zwar mit Abstand: Ich habe mir die ganzen Dinge angesehen und mir dabei vorgestellt, dass ich auf einer Wolke sitze.

Diese Wolkenposition hat ermöglicht, dass ich mir die ganzen kleinen Details meines inneren Kritikers sehr genau anschauen konnte.

Das schafft auf einfache Weise Distanz zur Situation.

In dem Moment, in dem ich nicht mehr so tief in der Emotion feststecke, gelingt es mir viel leichter zu sagen: 

"Hey, danke, dass du da bist, lieber innerer Kritiker. Ja, ich höre dich und es ist gut, dass es dich gibt. Was du vergisst ist, dass dafür mein Lächeln und mein Strahlen unglaublich schön sind..."

Das große, übermächtige Ganze wird aufgebrochen in kleine Unterpunkte, wie z.B. in ein "Aah, es ist die Stirnfalte, die dein Gesicht so missgelaunt werden lässt".

Der Schritt zur Erkenntnis, dass dann nur noch ein kleines Lächeln nötig ist, um dafür zu sorgen, dass diese Falte verschwindet, ist dann tatsächlich nicht mehr weit.

Aus einem "Ich bin ein Versager und kann dieses Gespräch heute nicht schaffen" wird so ein "Ok, die ersten paar Minuten werde ich nervös sein, weil das einfach Teil meiner Persönlichkeit ist, aber danach habe ich mich an die Situation gewöhnt und kann mein Können voll und ganz zeigen und die anderen von meiner Idee überzeugen, denn die Idee ist toll und für uns als Team ist das ein riesiger Gewinn".

Puh, was für ein Brocken, aber danach fühle ich mich dann eigentlich richtig gut und bin fast ein bisschen dankbar, dass mein innerer Kritiker dafür gesorgt hat, dass ich mir meiner tollen Seiten bewusst werde 😉

Mittlerweile macht es mir so unglaublich schöne Gefühle, an mir zu entdecken, wie toll ich bin und nicht mehr schauen zu müssen, was die anderen Alles besser können.

Und ich bin dankbar in jedem einzigen Augenblick, dafür, dass es diesen inneren Kritiker gibt und ich daraus so viel Kraft und Selbstliebe generieren kann.

Du willst mehr darüber wissen?

Dann hole dir mehr Selbstliebe aus meinen Rund-Mails 🙂

Hab einen wundervollen Tag.

Uli

Lesezeit: 3 Minuten


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