17. Februar 2020 ✦ by Any

Lesezeit: 17 Minuten

Keine Lust auf Sex

4 Strategien, die dich direkt und sicher auf dem Weg zu deiner Lust begleiten

In diesem Artikel schreibe ich über die fehlende Lust auf Sex. Hier kannst du herausfinden, wie aus deiner Vulva wieder ein lodernder Vulkan wird.

Ich höre, wie sich der Schlüssel im Schloss dreht, er ruft mit seiner tiefen melodischen Stimme: «Hey Baby, bin wieder zu Hause».
Lächelnd schaut er um die Ecke, er sieht mich in meine Decke gewickelt auf dem Sofa. 

​Er kuschelt sich zu mir, gibt mir einen feuchten Kuss und BUMM - da ist dieses fiese Gefühl wieder. 
Ich meine, in seinem Kuss die Lust auf meinem Körper zu fühlen. 

Ich will darauf eingehen und das fühlen, was er gerade fühlt. Ich will die Wölbung, die sich inzwischen durch seine Jeans drückt, fest umgreifen und den steifen Schwanz aus der Enge der Hose befreien. ABER , das ewige Aber.

Um jeden weiteren Schritt von ihm abzublocken, wickle ich die Decke noch enger um mich und frage ihn, ob wir gemeinsam zu Abend essen wollen. Denn dann wäre ja der große Tisch zwischen uns. 
Ich sehe das leichte Flackern der Enttäuschung in seinen Augen. Er steht nickend auf, geht in die Küche und macht uns ein Brot.

Vielleicht ja später, wenn ich ihn nackt neben mir im Bett liegen habe. Ja vielleicht, aber ich weiß tief im Inneren: Nein, auch dann nicht.

Das ist Theresas Geschichte, die sich seit Jahren immer wieder abspielt. Sie hat einfach keine Lust auf Sex. Geht es dir auch so?

Woran liegt das und was tun? 

Hier bekommst du die 4 besten Strategien, wie du garantiert deine sinnliche Lust erweckst, damit du in deiner Beziehung wieder geilen Sex hast!

Inhaltsverzeichnis zu diesem Artikel

Was du über (die Lust auf) Sex wissen solltest
Strategie #1: Entdecke deine Fantasie
Strategie #2: Dein Körper und sein Feuerwerk
Strategie #3: Let´s talk about Sex
Strategie #4: Datenights


Was du über (die Lust auf) Sex wissen solltest

Als ich durch Südafrikas Savanne wanderte und Tage lang ein Löwenpaar bei der Paarung beobachten durfte, da staunte ich nicht schlecht: Für 4 Tage hintereinander besteigt er sie alle 20 Minuten. Dazwischen liegen sie auf dem Rücken und hecheln die Sonne oder den Mond an. Aber hey, nach 20 Minuten raffen sie sich immer wieder auf. Da gibt es die Option "Ich habe keine Lust auf Sex" schlichtweg nicht. 

Die beiden haben 288 Mal Sex. Und wir Menschen? Angeblich haben wir durchschnittlich 1,5 Mal Sex pro Woche.
Dabei ändert sich die Zahl, wenn wir unterschiedliche Gruppen anschauen: Verheiratete haben anfangs viel, am Ende wenig Sex. Singles haben am wenigsten Sex, Unverheiratete & zusammenlebende Paare am Meisten. 
In unseren Zwanzigern vögeln wir erheblich mehr, als in den Fünfzigern. 
Die beste Enthüllung: Die Rheinland-Pfälzer treiben es am häufigsten, die Sachsen am seltensten.
​Eine Zahl hat mich nachdenklich gemacht: Nur 9% der Deutschen verabreden sich zum Sex. Oder sollte ich lieber schreiben: Sogar 9%?

Sind Mensch und Löwe also überhaupt vergleichbar?
Löwen paaren sich nur zur Paarungszeit, wir Menschen haben zu jeder Jahres- und Tageszeit Sex.
Außerdem paaren sich Löwen nur, um sich fortzupflanzen. Hierfür braucht ein Löwenmännchen aufgrund seines kleinen Penisses viele Anläufe - wir Menschen oft nur einen Einzigen. Um unsere Art zu erhalten brauchen wir also nicht 3 Mal die Stunde Sex, nichtmal 1,5 Mal die Woche. 

Was mich beeindruckte, war ihre Unermüdlichkeit, ihr Ehrgeiz, ihre ungeteilte Aufmerksamkeit füreinander und ihr 4 Tage andauerndes Sex-Date.

Genug von Löwen und Menschen. 

Wie wird deine sexuelle Lust erzeugt? 
Nimmt Frau einen sexuellen Reiz wahr, wird das Gehirn von Signalstoffen und den Sexualhormonen Östrogen und Testosteron überflutet. Darauf reagiert der Körper, indem zum Beispiel die Muschi feucht wird. Und zack, Sex. 
​Wenn es doch immer so leicht wäre, aber im Gegensatz zu Tieren ist die menschliche sexuelle Lust noch der Umwelt, wie auch kulturellen und psychologischen Faktoren ausgesetzt.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der sexuellen Lust ist dein Geschlecht: 
Die Anthropologin Helen Fisher fand heraus, dass Frauen mehr auf Liebe, Treue und Wertschätzung reagieren, als auf einen nackten Männer-Po. 
Das war früher wichtig, weil die Frau den ganzen Stamm brauchte, um ein Kind großzuziehen.
Wir sind Netzwerk-Denkerinnen und unser Gehirn hat damit nicht aufgehört, auch wenn sich die Umstände mit den Jahrtausenden änderten. 

Außerdem: Wir Frauen sind zyklische Wesen. Es ist normal, dass sich unsere Lust auf Sex im Rhythmus unseres Zyklus bewegt. 
Es macht für unseren Körper Sinn, während des Eisprungs besonders horny zu sein, dann sind wir schließlich am fruchtbarsten.
Für andere Frauen ist es besonders lustvoll während der Periode. Das Blut macht alles feucht und geschmeidig und  in diesem Stadium sind wir besonders sinnlich und emotional. 

Jeder weibliche Körper reagiert anders, aber jeder reagiert, auf unser Umfeld, unsere Emotionen und unseren Zyklus.

Jetzt haben wir uns viele Fakten und Zahlen angeschaut, aber letztendlich wie dein eigener Körper tickt, wirst du am Ende von Strategie #4 herausgefunden haben. 


Strategie #1: Entdeckte deine Fantasie


Deine sexuelle Lust ist vermutlich schüchtern. Sie ist vielleicht auch tief vergraben unter Konventionen und Ängsten. Vielleicht kannst du sie besser locken, wenn du allein bist.

Nimm dir Zeit für dich und kreiere deinen Safe Sex Space. Es ist wichtig, dass du dich hier sicher und entspannt fühlst. Du kannst in deinem Safe Sex Space komplett loslassen und dich fallen lassen. 

Was brauchst du dafür? Hier ein paar Ideen: Dein Bett, Wärme, ein schönes Massage-Öl, gute Musik und ganz wichtig: Zeit, sprich keine Termine mehr! Bist du soweit? Dann mache dich daran, deinen Space zu erschaffen. 

Bist du angekommen? Dann kannst du folgende Frage in dir wirken lassen:
Wie drückt sich deine Lust aus, wenn keine andere Person da ist, um sie zu empfangen und zu erwidern? Ein schöner Zugang zu einer Antwort kann deine Fantasie sein.  
Und genau wie mit deiner Lust kann es sich mit deiner Fantasie verhalten: Schüchtern und versteckt.

Um sie etwas hervorzulocken, möchte ich meinen Weg mit dir teilen: Was mich persönlich auf meiner Reise zu meinen sexuellen Fantasien begleitet hat, ist das Buch »Verbotene Früchte. Die geheimen Fantasien der Frauen« von Nancy FridayHier findest du die verstörendsten, dreckigsten, aufregendsten, schönsten und garantiert unzensiertesten Gedanken von allen möglichen Frauen.  
Ich habe viele der Fantasien in meinem eigenen Safe Sex Space für mich alleine gelesen und mich erstmal den Fantasien anderer Frauen hingegeben. Irgendwann vermischten sie sich mit meinen eigenen.

Im Angesicht der Perversität der auf den ersten Blick gewöhnlichen Frauen wachte meine eigene Begierde nach Perversität immer weiter auf.
Jede Frau verbirgt ein ganzes Universum an Fantasien.
Schau dir deines neugierig an und zeige dich dir selbst in deiner sexuellen Ganzheit.

Vielleicht hast du mithilfe der Fantasien schon erste Lust in dir entdeckt. Vielleicht auch nicht, das ist okay.
Dann nimm dir mehr Zeit, schaffe eine Routine:
Ziehe dich regelmäßig in deinen Safe Sex Space zurück.
Erkunde deinen Körper und höre, wie deine Fantasien langsam aufwachen.

Nimm dir ein Notizbuch dazu und formuliere sie aus. Stell dir vor, dass du eine von den Frauen bist, die ihren Brief an Nancy Friday schickt:


Was würdest du ihr schreiben? Wie sähe deine Fantasie aus?

  • Spielst du das unartige Schulmädchen, dass im Büro des Direktors lustvolle Schläge bekommt, wobei der Rock hochrutscht und ein kleiner Po auf einen steifen Penis trifft? 
  • Bist du die begehrenswerte knackige Frau, die von 40 Jahre älteren Männern vernascht wird, von einem nach dem anderen, sodass du dich kaum vom letzten Orgasmus erholt hast, bevor der Nächste an der Reihe ist? 
  • Gehst du auf eine Sexparty, wo du vor aller Augen gefickt wirst, wo jeder mal an deinen Nippeln ziehen darf?
  • Ist es der Pizzabote, der dich zunächst gegen deinen Willen in deine Wohnung schiebt, mit seinem Fuß die Tür hinter sich schließt und dich auf die kalten Fliesen des Flurs drückt, um in dich einzudringen, während du merkst, wie du angesichts seiner Kontrolle weit und feucht wirst und dann laut aufstöhnst, als er mit einem weiteren Ruck in dich einstößt?
  •  Oder ergreift dich die Ekstase, wenn die Lippen eines schönen Mannes deinen hübschen Körper von oben bis unten mit feuchten Küssen bedeckt? 
  • Wenn er dir in die Ohren flüstert, dass du die Einzige bist, dass du seine Liebste bist?

Welche ist deine, welche macht dich weit, nass und hingebungsvoll?

Als ich die ersten Geschichten für mich selbst entdeckte, fragte ich meinen damaligen Partner, ob er weitere mit mir gemeinsam lesen möchte.
Ab dann lasen wir uns regelmäßig die Fantasien der Frauen vor und konnten uns am Ende vor lauter Lust und Begierde kaum noch halten.
Der Sex war krass und wir wurden immer mutiger.
Wir entwickelten unsere eigenen Fantasien.
Manche lebten wir sofort und stürmisch aus, andere planten wir langfristig, wieder andere wollten nie umgesetzt, sondern nur immer wieder erzählt und neu ausgedacht werden.
Aber dazu in Strategie #3 mehr. 


Strategie #2: Dein Körper und sein Feuerwerk

Bei Strategie #1 hast du dein Gehirn gefordert, hast es in den Prozess integriert und es in seinen Tiefen erkundet.
Die tiefen Lustwindungen in deinem Gehirn sind Vorausstzeung für die Lust in deinem Körper. Und dem widmen wir uns jetzt.
Denn viele Frauen wissen gar nicht, was ihnen körperlich überhaupt Lust bereitet. 

Es ist wichtig, dass du dafür noch immer alleine mit dir und deinem Körper bist.
Zieh dich nackt aus, schau dich an.

Bestaune das Prachtwerk, das dein Körper darstellt.

Bestaune deinen perfekten Busen. 

Bestaune deine pulsierende Muschi.

Bestaune deinen wohlgeformten Po. 

Bestaune deine Ganzheit.

Lasse dich auf deine Schönheit ein. Sperre die innere Kritikerin aus - sie  müssen vor der Tür stehen bleiben.
Was siehst du jetzt vor dir? Du siehst jede Menge erogene Zonen, denen du lustvolle und neugierige Aufmerksamkeit schenken kannst. 

Beginne dich aufmerksam zu berühren. Überall, auf jede Art und Weise, die dir einfällt. Lass deinen Körper zu dir sprechen, indem du ihn aufweckst und ihm zuhörst.

Läuft dir ein lustvoller Schauder über den Rücken, wenn du langsam mit den Fingerspitzen deinen Hals entlang fährst?
Oder fühlst du dich geerdet und sicher, wenn du deine Füße massierst? Packt dich die Neugier, wenn du deine Schenkel entlang Richtung Muschi fährst? 

Nimm dir eine Feder und streiche damit über deinen Rücken.
Lass warmes Öl auf deinen Busen tropfen und spüre, wie es langsam an dir heruntergleitet.
Wälze dich durch dein Bett und spüre, welche Körperteile auf die Bewegung und Berührung reagieren. 

Du kannst — wenn es sich für dich gut anfühlt - auch forscher werden: Ersetze das Öl durch heißen Kerzenwachs oder kneife mit den Fingern deine Nippel.
Aber sei hier bitte vorsichtig: Es geht nicht darum, besonders hardcore zu sein. 

Schreibe alles was du während deiner Entdeckungstour herausgefunden hast, auf.

Je öfter du die Übung wiederholst, desto umfangreicher wird das Bild, dass du von deinen sexuellen Lustzentren zeichnest. Ein regelmäßig geführtes Lust-Tagebuch wird dir garantiert Aufschluss darüber geben, welche Fantasien und Berührungen dich am meisten anmachen.


Strategie #3: Let´s talk about Sex

Du bist in deinem Space, deiner Fantasie und deinem Körper angekommen. 

Sobald du eine Selbstsicherheit und ein Bewusstsein über dich und das, was dich anregt, entdeckt hast, kannst du beginnen, darüber zu reden.
Geschätzte 30% aller Frauen äußern ihre sexuellen Bedürfnisse zu selten.
Wenn du eine von ihnen bist, wird es Zeit, das zu ändern.

Oft weiß dein*e Partner*in gar nicht, was dir gefällt (wie auch, wenn du es oft selbst nicht weißt).
Er stochert hilflos im Dunkeln herum. Wortwörtlich.
Also, Licht an, schaut euch in die Augen und dann schieß los:
Erzähl von deinen Fantasien und deinem Körper. 

Dafür müsst ihr nicht nackt und sexy im Bett liegen.
Nehme ihn mit in deinen Safe Sex Space und bleibe erstmal bei der Kommunikation.
Rede über dein Abenteuer zu deiner sexuellen Lust, das du hinter dir hast. 

Dafür eignet sich ein Zwiegespräch: Ihr setzt euch gegenüber voneinander, so nah, wie es sich gut anfühlt.
Bitte kein Tisch zwischen euch, wie bei Theresa und ihrem Partner. 

Es geht darum, dass erst der Eine von euch redet, dann der Andere. Ohne Unterbrechung, mit einem Zeitlimit und durchgehendem Augenkontakt.
Nehmt euch etwa 10-20 Min pro Monolog, je nach Gefühl.
In dem Fall beginnst du, da du ja etwas mitzuteilen hast.
Erzähl alles, was in dir hoch kommt und lass dich in den Raum fallen, den er für dich hält. 

Es ist wichtig, dass er danach genauso die Möglichkeit bekommt, zu sprechen. Vielleicht will er auf dich eingehen, vielleicht will er etwas von sich teilen. 

Und wenn ihr während des Monologs nicht mehr weiter reden wollt, dann werdet miteinander still.
Genießt die Aufmerksamkeit und seid mit dem da, was gerade ist.

Führt die Gespräche solange, bis ihr euch beide angekommen, sicher, verstanden und gut aufgehoben fühlt.
Dann wird es Zeit, zur Tat zu schreiten.


Strategie #4: Date-Nights

Ich habe es bereits angesprochen: 9% der Paare verabreden sich für Sex.
Das ist eine traurige Zahl. Es ist so wertvoll, sich dafür zu verabreden.
Ich nenne das Date-Nights.
Da wird die Welt ausgeschlossen und es geht nur noch um euch zwei.

Hier eine kleine Inspirationsliste, wie ihr eure Dates gestaltet könnt: 

  • Organisiert sie abwechselnd als Geschenk füreinander.
  • Wählt  immer den gleichen Tag und Ort, um in der Routine eine Sicherheit und Beständigkeit zu finden. 
  • Bucht ein schickes Hotelzimmer, damit es exklusiv ist und etwas Besonderes vermittelt.
  • Dehnt es zur Abwechslung über mehrere Tage aus und fahrt dafür in den Urlaub.
  • Plant immer neue, aufregende Abenteuer miteinander. 

... Oder eine Mischform gefällig?

Was ist dabei zu beachten?
Was fördert die Lust auf Sex langfristig, was hält sie lebendig, was lässt sie wachsen?
Was macht überhaupt Lust auf Sex?

3 Dinge sind besonders wichtig: 

1. Regelmäßigkeit

Es muss nicht immer gleicher Tag und gleicher Ort sein. Doch gerade am Anfang hilft das dabei, sich an die Idee der Datenights zu gewöhnen. Es sollte dennoch regelmäßig sein. Ich habe es immer als sehr wertvoll erachtet, einen Abend in der Woche dafür zu reservieren: Unser Donnerstagabend gehörte uns, no matter what. Setzt euch mit euren Kalendern hin und schaut, in welchem Rahmen ihr die Regelmäßigkeit ermöglichen könnt.
Gebt euch ein klares „Ja, ich halte mir diese Zeit für uns frei.“

2. Sicherheitsgefühl

Egal, wie ausgefallen ihr plant — lasst eurer Fantasie freien Lauf — ihr müsst euch beide sicher fühlen. 

Es ist unerlässlich, dass ihr euch miteinander und an dem Ort, an dem ihr seid, gut aufgehoben fühlt.
Das Date fängt am besten mit einer kurzen
Meditation und einem Zwiegespräch an. Damit schwingt ihr euch aufeinander ein. Die Gedanken kommen zur Ruhe.
Wenn ihr miteinander im Raum angekommen seid, zieht ihr euch nackt aus.

Daraus könnt ihr ebenfalls ein schönes Ritual machen. 
Wichtig: Du brauchst keine feuchte Muschi, er keinen harten Schwanz. Seid einfach nackt und liebevoll, offen und zugewandt beieinander. 
Denn:

Ein Date braucht keinen Sex. Berührt euch nur so, wie es sich für beide Seiten gut anfühlt. Das kann gar nicht sein, das kann streicheln sein, das kann Penetration sein.
Egal was es ist, es ist gut.
Seid nackt beieinander und lasst geschehen, was geschehen will.
Manchmal ist es Nichts, manchmal ist es Alles.

3. Commitment

Alles darf sein, nichts muss. Ihr beide tragt eine große Verantwortung in diesem Space. 
Bevor es nach dem Zwiegespräch weiter geht, bevor es irgendwie körperlich wird, gebt ihr euch also dieses Versprechen: 

„Ich verspreche dir, jede meiner Grenzen zu kommunizieren und sie nicht zu überschreiten. Ich verspreche dir, jede deiner Grenzen zu akzeptieren und sie nicht zu überschreiten.“

Ein toller Einstieg in die Berührung ist, einander folgende Frage zu stellen: 
„Ich möchte dich gerne — setze hier das gewünschte Körperteil ein — berühren. Ist das okay für dich?“
Sagt dein*e Partner*in ja, fährst du fort.
Wenn nicht gibt es drei Möglichkeiten fortzufahren: 
1. Du bleibt bei der letzten bejahten Berührung (was auch keine sein kann).
2. Du stellst eine neue Frage. 
3. Dein*e Partner*in ist mit Fragen dran.

Denkt dabei an euer Versprechen.
Heute kann sich jede Berührung falsch anfühlen, die letzte Woche noch so anregend war.
Heute kann sich generell jede Berührung falsch anfühlen.
Heute kann jede Berührung Lust auf Sex erzeugen.

Alles ist gut, so wie es ist.
Lass deine Lust fließen und schütze sie, wenn sie sich heute nicht zeigen will.

Auch bei euren Date-Nights gilt, dass ihr mutig voranschreiten könnt, wenn es sich denn richtig anfühlt: Vielleicht Tantra, Slow Sex, ein Bondage Kurs oder eine Sex-Party?

Je mehr Date-Nights ihr habt, desto sicherer werdet ihr miteinander. 
Vor allem, wenn du während all der Zeit auch immer wieder Raum für dich allein schaffst und zu Strategien #1 und #2 zurückkehrst.
Das wird dich immer wieder zu DEINER Lust auf Sex zurückbringen und sie kannst du mit Hilfe der Zwiegespräche mitteilen. 

Und dann kann es sich aufregend anfühlen, aus dem Safe Space herauszutreten und Neues auszuprobieren.
Vielleicht ja auch in Kombination mit der Umsetzung der ein oder anderen Fantasie. 


So, ich wünsche dir alle Neugierde, Freude und Liebe für deinen Weg zu deiner Lust auf Sex.  
Und merke dir: Da darf der simple Satz "Ich habe keine Lust auf Sex" genauso oft stehen, wie der geile Schrei nach sexueller Vereinigung.

Kehre immer wieder in deinen Safe Sex Space zurück und erhole dich. Deine Lust will fließen!

Und wenn du mit uns weiter fließen willst, meld dich für unseren E-Mail Kurs an. 

Bis dahin alles Liebe, 

deine Any


Lesezeit: 17 Minuten


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